Leitbild der Kindertageseinrichtungen
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Das Leitbild der Kindertageseinrichtungen der Verbandsgemeinde Nassau
Vorwort
Die Verbandsgemeinde Nassau als Träger von Kindertageseinrichtungen hat dieses Leitbild in Zusammenarbeit mit den pädagogischen Leitungen der Einrichtungen entwickelt. Es begleitet als „roter Faden“ die tägliche Arbeit. An diesen Grundsätzen wollen sich alle Beteiligten in den Kindertagesstätten und in der Verwaltung messen lassen.
Mit diesem Leitbild und den in den einzelnen Einrichtungen erarbeiteten Konzeptionen wird die Qualität der Arbeit dauerhaft gesichert, aber auch ein Stück Transparenz geschaffen und die Grundlagen der pädagogischen Arbeit begründet. Darüber hinaus soll es den an sich autonomen Kindertagesstätten der Verbandsgemeinde eine gemeinsame Identität ermöglichen. Der mit der Erstellung des Leitbildes begonnene Prozess stellt den Eintritt in einen fortwährenden gemeinsamen Dialog dar. Das Leitbild wird stets überprüft und weiterentwickelt.
Zum gesetzlichen Auftrag der Förderung von Kindern in Kindertageseinrichtungen gehören lt.
SGB VIII unter anderem:
• die Betreuung, Erziehung und Bildung der Kinder im Sinne einer ganzheitlichen Förderung,
• die Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit;
• die pädagogische und organisatorische Orientierung des Leistungsangebotes an den Bedürfnissen der Kinder und Familien;
• die Zusammenarbeit mit den Eltern;
• die Unterstützung der Eltern im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Kindererziehung.
Die Verbandsgemeinde als Träger
Die Verbandsgemeinde Nassau als Träger der Kindertageseinrichtungen sieht ein fundiertes,
breit gefächertes und dem Bedarf der Familien angepasstes Angebot an Kinderbetreuung als
Zukunftsperspektive für die Gemeinden und weiß um dessen Vorteil in der Werbung um junge Familien. Auf der Grundlage der rechtlichen Bestimmungen werden die Rahmenbedingungen angepasst und möglichst optimiert.
Die Verbandsgemeinde ist sich ebenso um ihre Verantwortung als Arbeitgeber der Mitarbeiter
und Mitarbeiterinnen in den Einrichtungen bewusst. Als Träger der Kindertageseinrichtungen wird die Qualität der Arbeit sichergestellt durch
• fachlich qualifiziertes Personal mit zusätzlichen Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung (individuell, einrichtungsintem, einrichtungsübergreifend);
• das Angebot einer unabhängigen Fachberatung;
• die Bereitstellung ausreichender Mittel und Zeiten zur Entwicklung und Fortschreibung zeitgemäßer pädagogischer Konzeptionen;
• eine angemessene Raum- und Materialausstattung;
• die Schaffung und Erhaltung transparenter Strukturen und Verantwortlichkeiten, z.B. durch Funktionsbeschreibungen für das Personal;
• regelmäßige Arbeitsgespräche mit den Einrichtungsleitungen;
• Unterstützung bei der Einführung und Umsetzung von Konzepten zur Qualitätssicherung;
• regelmäßige Personalgespräche;
• die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen.
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
Die pädagogischen Fachkräfte sind sich ihrer Verantwortung bewusst, an der Sicherung und
Fortentwicklung der Qualität der Kinderbetreuung mitzuarbeiten. Durch gegenseitige Unterstützung, auch über die Grenzen der jeweiligen Dienststelle hinaus, den Einsatz persönlicher Stärken oder durch gezielte Delegation von Aufgaben soll das Bewusstsein für die gemeinsame Verantwortung gestärkt werden.
Die Mitarbeiter/innen sind sich ebenfalls ihrer Verantwortung zu professionellern Denken und Handeln bewusst und berücksichtigen die pädagogische Qualität und den organisatorischen Ablauf in den Kindertageseinrichtungen.
Die Leitungen aller Kindertagesstätten treffen sich zu regelmäßigen Arbeitsgesprächen, um so den Austausch untereinander sicherzustellen. Sie sind einander gleichgestellt und autonom. In den Arbeitsgesprächen getroffene Vereinbarungen sind für alle Mitarbeitenden verbindlich. Die pädagogischen Fachkräfte verpflichten sich, die zur Verfügung stehenden Ressourcen an Fortbildungen, Konzeptionstagen und Personalentwicklungsgesprächen bestmöglich zu nutzen, um so sich selbst und die Qualität der Arbeit in den Einrichtungen weiterzuentwickeln.
Lebenswelt und Herkunft der Kinder / Die Einrichtungen
Die Lebenswelten der Kinder in den 5 Kindertagesstätten variieren teilweise stark. Sie reichen
von dörflichen bis hin zu kleinstädtischen Strukturen, teilweise mit hohem Anteil an Familien mit Migrationshintergrund. Häufig bestimmt diese Lebenswelt die Zusammensetzung der Familie. Gibt es in dörflichen Strukturen noch häufiger Großfamilien, fehlen diese oft im städtischen Bereich. Manche Kinder erreichen ihre Tageseinrichtung zu Fuß, andere sind auf Busbeförderung an gewiesen.
Diese Variationen fordern ein Eingehen auf die Bedürfnisse vor Ort und offene Augen für Veränderungen. Die Vielfalt der Lebenswelten spiegelt sich daher in der Vielfalt der Konzeptionen und Organisationsformen der einzelnen Einrichtungen wider.
Die Kindertageseinrichtungen sind miteinander und nach außen vernetzt. Sie kooperieren so wohl untereinander als auch mit den verschiedensten Institutionen, die die Arbeit ergänzen, wie Jugendämtem, Schulen, Familienberatungen, Familienbildungsstätten, therapeutischen
Einrichtungen und Praxen. Auch mit Kirchengemeinden, Kulturvereinen und privaten Organisationen wird eine Zusammenarbeit gepflegt. Diese Vernetzung soll gepflegt und ausgebaut werden, um den Einrichtungen perspektivisch Entwicklungsmöglichkeiten, z. B. zu Familienzentren, zu eröffnen.
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